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Schloss Klippenstein


01454 Radeberg

 

Landkreis Bautzen (BZ)

Altkreis Kamenz (KM)

Bundesland Sachsen

 

Deutschland

  GPS: +51° 7' 10.05", +13° 55' 30.85"

Beschreibung:


Bodendenkmal:

Wehranlage "Klippenstein", Mittelalter, vom Hang abschnittsartig getrennter Felsstock; Grabenbefestigung teils als Wassergraben, ueberbaut vom Schloss.

Schutz seit 07.03.1966

 

Verzeichnis Bezirk Dresden 1982: Kreis Dresden-Land Nr. 21

 
Burg:

MBL 4849; Radeberg; Amtshauptmannschaft Dresden-Neustadt; Eigenname: Schloss Klippenstein; Zuordnung Altersstufe 2: 1200 –1250; Sonderform; ueberbaut, historische Bausubstanz, Museum; Ersterwaehnung 1233 als Herrensitz.

 

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Die Hauptburg auf einem Kegel aus Lausitzer Granit (Zweiglimmer- granodiorit) bestand aus einem steinernen Wohnturm (Grundriß) mit fünf Stockwerken, dem 70 Ellen (ca. 40m) hohen Bergfried und zwei weiteren Gebäuden. Eine Mauer von zwei Meter Dicke umschloss den dreieckigen Burghof. Eine zweite Mauer umschloss die Burg mit dem Zwinger.

 

Zum Schutz des Zuganges erhielt sie den "Eulen- oder Hungerturm", der bis 1810 als Gefängnis genutzt wurde und dessen Reste heute begehbar sind. Der angestaute Schlossteich und die Röder schützten die Burg zusätzlich.

 

Die schwertseitig angelegte Reitertreppe mit niedrigen und sehr tiefen Stufen führt vom unteren Schlosshof zur höher gelegenen Hauptburg - sie ermöglichte das Reiten bis in den oberen Hof. Ein repräsentatives Sandsteinportal ziert den Eingang.

 

In der "Vorburg" befanden sich ein Stall für 25 Pferde, Unterkünfte und der Getreidespeicher. Mit seinem Erscheinungsbild, und besonders mit den Baudetails von 1543-46, bildet das Radeberger Schloß bau- und kunstgeschichtlich ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Georgenbau und dem Moritzbau des Dresdner Schlosses.

Quelle: www.schloss-klippenstein.de

 

Zeittafel:


1289

Erste urkundliche Erwähnung der Radeberger Burg.

Friedrich der Kleine will seine Besitzungen, darunter "Castrum Radberch infeudatum" mit dem böhmischen König Wenzel II. tauschen.

1414
"Der Vogt zu Radeberg, Hans Flachs, legt in Dresden Rechnung über die Einkünfte von Schloss und Vorwerk Radeberg ab" - die älteste Rechnung des Amtes Radeberg
1463
Kurfürst Friedrich der Sanftmütige sucht im Radeberger Schloss Schutz vor der Pest.
1543
Herzog Moritz läßt die Burg durch Hans von Dehn-Rothfelser zum Jagdschloss Klippenstein ausbauen. Damit sollte dieser strategisch wichtige Ort militärisch abgesichert werden.
1546
Abschluß des Schlossbaus. Die Kosten beliefen sich auf 3240 Meißner Gulden, 17 Groschen, 3 Pfennige. Es entstand eine repäsentative Dreiflügelanlage mit charakteristischen Renaissancegiebeln und Zwerchhäusern.
1627
zeichnete der Oberlandbaumeister Dilich im Auftrag des Kurfürsten die älteste erhaltene Ansicht des Schlosses Klippenstein und der Stadt Radeberg.
1632
Kurfürst Johann Georg entsendet "etzliche Mußquetire zur bewachung dero Schloßes Radebergk" wegen der "herumstreifenden Croaten"
1641/42
Instandsetzungen des Schlosses nachdem es im 30jährigen Krieg "von Völkern sehr verderblich ruinirt"
1715
August der Starke befielt den Abbruch des Bergfrieds wegen Baufälligkeit. Die Steine werden zum Wiederaufbau nach dem Stadtbrand verwendet
1945
Umsiedlerfamilien werden im Schloss untergebracht
1993

Die Stadt Radeberg wird Eigentümer des Schlosses. Beginn der umfangreichen, stufenweisen Sanierung.

Gründung des Vereins Schloss Klippenstein e.V.

 Quelle: www.schloss-klippenstein.de
  

Abbildungen in der Galerie:


Album
eigene Photos  Grundrisse etc.   Ansichtskarten  alte Ansichten vor Ort
20  1  -  2 

2006

2007

2011

          
interaktive Panoramen:
         

 
Vorburghof
unterer Burghof
 
   

Literaturauswahl und Links:


Quietzsch/Jacob:
Verzeichnis
Billig:
Verzeichnis
Billig/Mueller:
Burgen - Zeugen saechsischer Geschichte, 1998
Mueller/Dehn:Burgenwanderung durch Sachsen, 2006
  
Homepage:
http://www.schloss-klippenstein.de
  
  
  

www.bernievancastle.de

 
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