Im Almindingen liegt die aeltere der beiden mittelalterlichen Burgruinen auf Bornholm, Lilleborg (kleine Burg). Die Burg wurde vermutlich 1150 errichtet, zur gleichen Zeit wie die Rundkirchen. Aus spaeteren schriftlichen Quellen ist ersichtlich, dass der daenische Koenig die Burg bauen liess. Die aeltesten Muenzen, die gefunden wurden, stammen von Knut Magnusson (1146-57) und seinem Nachfolger, Valdemar I. (1157-82), weshalb einer von beiden wohl der Bauherr war. Die Burg baute man sicher wegen der Spannungen mit den slawischen Wenden, aus demselben Grund auch die Wehrkirchen. Um die Burg fuehrt eine 3 m hohe und 76 m lange Ringmauer, an die sich im Osten eine Vorburg mit Wirtschaftsgebaeuden anschliesst. Auf dem Burgplatz haben mehrere Haeuser gestanden, aber nur eins mit Steinmauern. Dieses lag an der Suedseite der Ringmauer an dem steilen Hang ueber dem Waldsee Borresøen, der im Mittelalter den Felsen fast umgeben hatte. Am Eingang der Burg steht der Bergfried mit Aussenmassen von 10 x 10 m und einer Mauerstaerke von 2,5 m. 
Nach der schriftlichen Ueberlieferung sollen 1259 Streitigkeiten zwischen Erzbischof Jacob Erlandsen und dem daenischen Koenig Christoffer I. dazu gefuehrt haben, dass der geistliche Wuerdentraeger gefangen genommen wurde. Im Laufe eines daraus resultierenden Aufstandes gegen den Koenig wurde seine Burg Lilleborg gemeinsam von Anders Erlandsen, dem Bruder des Erzbischofs, und Fuerst Jaromar von Ruegen eingenommen und niedergebrannt. Dabei sollen rund 200 Getreue des Koenigs ums Leben gekommen sein. Fuer ein jaehes Ende der Burg sprechen auch die archaeologischen Funde. Man hat die Spuren eines Brandes und viele Waffen, vor allem aber Armbrustbolzen gefunden. Zu besichtigen ist alles im Bornholms Museum in Rønne. |